Aktionstag

Am 27. November 2017 haben wir zusammen mit vielen anderen Gruppen einen Aktionstag am Bahnhof Südkreuz veranstaltet. Der "Aktionstag gegen den 'Verunsicherungsbahnhof' Südkreuz" ging vier Stunden und war gut besucht. Es gab viele kleine Aktionen mit denen wir auf die Thematik der Videoüberwachung aufmerksam gemacht haben. Diese kamen bei den Passant*innen vor Ort, aber auch in den Medien gut an.

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Kampagne Video

Zum Beginn des Pilotprojekts haben wir ein Kampagnenvideo aufgenommen. Dabei wollten wir mit einer kleinen Performance symbolisch die Verfolgung verdächtiger Personen über den Bahnhof darstellen. Die Performance bestand darin, dass zwei Personen mit einer selbstgebastelten Kamera sowie einem Auge auf dem Kopf eine Gruppe von Menschen verfolgt hat, welche Papiertüten über den Kopf gezogen hatten. Das Video wurde über Social Media geteilt um Leute auf das Geschehen am Südkreuz und unser Aktionsbündnis aufmerksam zu machen. Vor Ort hatte die Performance natürlich auch eine gewisse Aufmerksamkeit bei den Passant*innen erzeugt, welche wir genutzt haben um die Leute aufzuklären. Dabei hatten wir auch die Möglichkeit, einigen der Passant*innen ebenfalls Papiertüten zu geben.

Hier gehts zum Video ...

Die verwendeten Materialien (Kamera, Auge, Papiertüten) könnt ihr auch für eure eigene Aktion benutzen, meldet euch dazu einfach kurz per Mail.





Silhouetten der Überwachung

Bei dieser Aktion wurden Silhouetten aus schwarzem Tonpapier an der Innenseite der S-Bahn platziert. Es handelt sich dabi um die Umrisse von Personen welche durch ein Fernglas schauen, Fotos schiesen oder mit hochgezogener Jacke um die Ecke gucken. Diese Darsetllungen sollen das Bild wiedergebn welches vielen Menschen in den Kopf kommt, wenn sie an die veraltete Form der Überwachung denken. Also Personen die einen heimlich verfolgen und beobachten. Diese Vorstellung erzeugt bei vielen ein gewisses Unbehagen. Diese Art der Überwachung mag zwar nicht mehr aktuell sein, aber es hat sich vorallem die Wahrnehmung geändert. Die Überwachung ist im Kern gleich geblieben. Es sind nun keine Personen mehr die eine verfolgen. Das ist garnicht mehr nötig, da heutzutage jede*r mit seinem Smartphone in der Tasche mehr Daten preis gibt als ein Beobachter je hätte ermitteln können. Erklärt wird das ganze durch Texte im Innenraum des Wagons. Die Bilder sind bisher leider nicht so gut geworden da die Wagons sehr spiegeln. Ihr könnt sie euch aber trotzdem gerne im Aktionswiki anschauen.

Die Anleitung und Vorlagen zum selber basteln so wie praktische Tipps findest du in unserem Aktionswiki.





Flyern und Stickern

Immer wieder sind Leute von Endstation und dessen Umfeld am Südkreuz unterwegs um Infomaterial zu verteilen. Auch Sticker werden an der einen oder anderen Stelle platziert. Wir versuchen dabei, möglichst informierend und nicht alarmistisch zu wirken. Zudem setzen wir auf Qualität und nicht auf Quantität, was bedeutet, dass wir uns lieber mit einer Person länger unterhalten als in der selben Zeit zehn weiteren Personen einen Flyer in die Hand zu drücken. Denn unser Flyer mag zwar gut sein, aber es ist eine Illusion zu glauben, dass ein paar gute Argumente auf eine halbe DIN-A4 Seite komprimiert die Meinung der Menschen umschwenken lässt. Der Inhalt des Flyers kann lediglich als Anstoß dazu dienen, sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen und die bisherige Meinung zu überdenken.

Wenn du auch flyern und stickern willst melde dich einfach über den Verteiler. Ansonsten kannst du das Material im AStA-TU abholen oder auch die Flyer und Sticker selber drucken, wenn du die Möglichkeit hast.





Thematische Ringbahn Fahrt

Die Gruppe 'RingRat' hat ein Konzept für den politischen Austausch in der Ringbahn entwickelt. Dabei wird ein Abteil der Bahn thematisch umgestaltet und die Leute werden zum Gespräch eingeladen. Eine genaue Anleitung findet ihr auf der RingRat Website. So haben wir auch eine Fahrt zum Thema "Pilotprojekt am Südkreuz und der Ausbau staatlicher Überwachung" gemacht. Die Silhouetten wurden wieder aufgehängt, so wie kurze Definitionen interessanter Begriffe (Postprivacy, Chilling Effect ...). Wir haben Flyer, Tüten und Sticker verteilt. Inhaltlich haben wir uns vorher über ein Pad ausgetauscht aus dem dann der Infotext entstanden ist, den wir auch dabei hatten. Mit etwas Tee und Knabberzeug haben wir ein bisschen Wohnzimmer Feeling erzeugt. Auf einer kleinen Stelltafel gab es dann noch eine kleine Umfrage zu Überwachung. Insgesamt eine recht angenehme Fahrt und trotz der beschränkten Zeit ein sehr intensiver Kontakt mit den Menschen. Wirklich kontroverse Diskussionen sind allerdings nicht zu standen gekommen.

Auch hierfür gibt es einen kleine Eintrag im Aktionswiki.





Vorträge

Um die von uns erarbeiteten Inhalte zu verbreiten und Menschen nahe zu bringen haben wir bereits mehrere Vorträge in verschiedenen Kontexten gehalten. Wir waren z.B. schon bei der KOrFU17 und anderen Studi Veranstaltungen vertreten . Es gab auch Tresen Abende zum Thema Überwachung bei denen es einen Input von ENDSTATION gab. Dabei sind die Vorträge eine Kombination aus gut aufbereiteten Inhalten mit Bezug auf Wissenschaftliche Studien und einer offenen Diskussionsrunde zur Thematik.

Wir können auch gerne auch zu eurer Veranstaltung eingeladen werden. Die Publikationen zu den Vorträgen sind hier zu finden.